Von den Anfängen bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts

1722

Das sog. Velhorn-Schloss wird von Johann Friedrich Anton Velhorn, einer führenden Schnaittacher Beamtenfamilie, in seiner jetzigen Grundkonstruktion als Wohnhaus erbaut und unter verschiedenen Besitzern benutzt.

24.04.1925

Der Caritasverband Nürnberg e.V. erwirbt das Schloss in der Bayreuther Str. 15, richtet eine Erziehungsanstalt für Fürsorgepfleglinge und eine Kleinkinderschule ein und hält Näh- und Kochkurse ab. Auf Bitten des Caritasverbandes Nürnberg übernimmt im Juli 1925 die Kongregation – Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu – in Würzburg-Oberzell die Betreuung der Kinder.

1943

In der Anstalt wird auch ein Lazarett für Kriegsverwundete eingerichtet.

1944/45

Ein Hilfskrankenhaus wird eingerichtet. Nur ein kleiner Teil der Mädchen konnte mit Hilfe von Bewohnern im Ort weiterhin versorgt werden.

1945

Nach Kriegsende diente das „Schloss“ wieder ganz als Fürsorgeheim. Um den wachsenden Bedürfnissen einigermaßen gerecht zu werden, wurde im Hof zusätzlich eine Baracke errichtet. Sie sollte noch lange behelfsmäßig als Kindergarten und Unterrichtsraum der Berufsschule nützlich eingesetzt werden können. Die Zeit vor, während und nach dem 2. Weltkrieg war auch in der Einrichtung geprägt von großer Not.

1952/53

entstand das jetzige „Agnes-Haus“ als Schulkindergebäude mit der Gemeinschaftsküche im Erdgeschoß.

1958/59

wurde auf der anderen Hofseite ein Wirtschaftsgebäude (das sog. "Josefs-Haus“) erstellt, in dem Schlafgelegenheiten für das Personal, Waschküche, Trocken- und Bügelraum untergebracht wurden. Heute befindet sich im „Josefs-Haus“ unsere Werkstatt und eine Wohnung für Praktikanten und Zivildienstleistende.

1964-69

In diesen Jahren wurde nicht nur das baufällig gewordene Schloss renoviert, sondern auch das Schulkindergebäude aufgestockt und beide Häuser durch einen Trakt verbunden, der Esszimmer, Toiletten und Garderoben beherbergt.

1970

Bau des Schulgebäudes für die Heimsonderschule, die ihre Arbeit mit Beginn des Schuljahres 1971/72 mit den Klassen 7 bis 9 aufnimmt. Zuvor waren die Mädchen in die öffentliche Volksschule in Schnaittach gegangen.
Als Verbindungsglied zwischen dem Schulkinder- und dem Wirtschaftsgebäude wurde der Neubau in Angriff genommen, der einen Schulteil und eine Gruppenwohnung mit allen erforderlichen Räumen aufwies. Ziel war es, Unterricht für die oberen Volksschulklassen im eigenen Haus geben zu können. In der angegliederten Berufsschule wurden als heiminterne Berufsausbildungsmöglichkeiten angeboten: die zweijährige Haushaltslehre, die Ausbildung als Damen- und Konfektionsschneiderin und die Stenotypistenausbildung.

1971/72

erfolgten der Umbau des Schlossgebäudes in wohngruppengerechte Wohneinheiten und der Bau des Hartplatzes.

1975

erfolgte die Errichtung des Appartementhauses, in dem 16 Appartements eingerichtet wurden für die Angestellten, v.a. aber die Schwestern. Heute befinden sich darin Therapie- und Büroräume. Die Appartements werden genutzt für das Betreute Wohnen.

1980

Errichtung des Schlossanbaus